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Ein Kind ist vom ersten Tag an auf Bindung ausgerichtet. Dies sichert sein Überleben, denn es ist gänzlich von seiner Bezugsperson abhängig. Wird sein Bindungsbedürfnis in dieser verletzlichen Zeit nicht oder ungenügend beantwortet, hat dies negative Folgen auf sein inneres Erleben.

Wenn ein Kind über einen länger anhaltenden Zeitraum seine Bezugsperson als grob, wenig emphatisch, sehr ängstlich, kritisch oder abweisend erlebt, dann prägt sich diese Erfahrung tief in seinem Körperempfinden ein. Erlebt das Kind wiederholt fehlende Zuneigung, entwickelt sich daraus die Überzeugung nicht richtig, nicht gut genug oder erwünscht zu sein. Die Angst vor Bindungsverlust ist für das Kind sehr bedrohlich und führt zu grossem Stress. Sein Nervensystem ist dauerhaft aktiviert .

Dieser Stress kann über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr abgebaut und verarbeitet werden. Es kommt zu einem Entwicklungstrauma.


Wenn Eltern sich über einen längeren Zeitraum gestresst fühlen, dann steckt meistens mehr dahinter als zu wenig Schlaf oder zu wenig Zeit für sich. Eltern, welche selber von Entwicklungstrauma betroffen sind haben oft starke Schutz- und Überlebensmechanismen aufgebaut. In herausfordernden Situationen mit ihren Kindern wird der alte Stress jedoch reaktiviert und verhindert, dass sich Eltern in solchen Momenten zurechtfinden. Es fällt es ihnen dann schwer, ruhig und liebevoll zu bleiben, denn sie werden von ihren inneren Erfahrungen überwältigt. Dies führt zu grossen Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Beziehung.


Entwicklungstrauma ist nicht sichtbar, weil es vollkommen normal ist, dass Eltern auch mal genervt sind. Es ist nicht sichtbar weil es vollkommen normal ist, dass sich Eltern manchmal überfordert, hilflos oder alleine zu fühlen.


Entwicklungstrauma wird dann sichtbar, wenn Eltern wahrnehmen, dass sie sich nicht nur manchmal, sondern dauerhaft so fühlen!


Die Ursachen dafür sind meistens auf die eigene Kindheit, eigene seelische Verletzungen, eigenes Entwicklungstrauma zurückzuführen. Diesen Eltern fehlen die Ressourcen, um sich gut um sich selbst zu kümmern, sich angemessen abzugrenzen und sich selbst zu beruhigen.


Es ist ein Leben lang möglich, einen Umgang mit Entwicklungstrauma zu finden.

Der erste Schritt ist wahrzunehmen, dass ich vielleicht betroffen sein könnte.


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