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Kinder zeigen dann Bindungsverhalten, wenn sie etwas von ihren Bezugspersonen brauchen. Dieses angeborene Verhalten sichert vor allem die Verbindung zu uns Erwachsenen. Wenn Kinder Hunger haben, müde oder in einer neuen Umgebung schüchtern sind, dann ist dies für die meisten Eltern einfach zu erkennen. Es fällt ihnen leicht, darauf einzugehen. Geht es um die Erfüllung emotionaler Bedürfnisse wie im Kontakt zu sein oder gesehen zu werden fällt dies vielen Eltern schwer, da Kinder nicht explizit darauf aufmerksam machen können.

Es ist wichtig zu wissen, dass im Kontakt zu sein, eine liebevolle und umhüllende Verbindung zu haben ein existentielles Grundbedürfnis und die Basis für eine gesunde Entwicklung ist.

Damit Eltern dies erfüllen können, sollten sie deshalb auch gut auf ihre emotionale Kapazität achten.


Wie Kinder auf fehlende Präsenz aufmerksam machen:

  • Das Kind will etwas nicht tun, obwohl es etwas schon kann (Schuhe anziehen, selber Essen, etc)

  • Das Kind ruft den Namen der Eltern immer und immer wieder (Mama, schau mal, Mamaaaaa)

  • Das Kind macht mühsame Dinge wie Sachen herumschmeissen, Wände anmalen oder mit verbotenen Gegenständen spielen.

  • Das Kind ist sehr anhänglich und weicht kaum von der Seite der Eltern

Hier ist es wichtig, sich nicht auf den Inhalt zu fokussieren (das kannst du doch schon selbst...), sondern das Verhalten des Kindes als Kontaktaufnahme zu verstehen (Es tut mir leid, jetzt war ich gerade sehr beschäftigt, jetzt bin ich für dich da).


In der bindungsbasierten Familienbegleitung versuchen wir den Sinn des Verhaltens des Kindes zu erkennen und in Bezug mit seinem Bindungsbedürfnis zu setzen. Was ihr dazu braucht ist Raum und Zeit für Euch.


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